
Wir überarbeiten gerade unsere Website. Bald sind wir mit neuen Inhalten wieder für Sie da.

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Projektschaufenster

In Kürze
Eine kartenbasierte Weboberfläche, die alle Baustellen im Stadtgebiet tagesaktuell und ohne redaktionellen Aufwand darstellt — direkt gespeist aus dem städtischen Baustellenmanagement.
Details
Bürgerinnen und Bürger fanden Baustelleninformationen bislang als statische Liste auf der städtischen Website. Die Pflege dieser Liste war aufwändig und mehrstufig: Die Daten mussten aus dem Baustellenmanagement der Verwaltung exportiert, als Tabelle weitergegeben und anschließend händisch in die Website eingepflegt werden. Zwischen der Freigabe einer Baumaßnahme und ihrer Sichtbarkeit für die Öffentlichkeit lagen dadurch Tage. Auch eine maschinenlesbare Bereitstellung für Navigationsdienste und Dritte gab es nicht.
Ziel war eine Weboberfläche, die Baustellen dort zeigt, wo sie stattfinden: auf einer Karte. Sie sollte tagesaktuell sein, ohne dass jemand sie pflegen muss, auf dem Smartphone genauso gut funktionieren wie am Desktop und sich in das Corporate Design der Stadt einfügen. Zugleich sollten die gleichen Daten in einem standardisierten Format offen bereitgestellt werden, damit Navigationsanbieter, Verkehrsdienste und andere Anwendungen sie direkt weiterverwenden können.
Die Digital-Agentur entwickelte eine eigenständige Kartenanwendung unter baustellen.heidelberg.de. Kern der Lösung ist die durchgängige Automatisierung: Sobald eine Baumaßnahme im Baustellenmanagement der Verwaltung freigegeben wird, übernimmt die städtische Datenplattform die Informationen über eine standardisierte Geodaten-Schnittstelle, harmonisiert sie und stellt sie der Karte bereit. Ein manueller Zwischenschritt entfällt. Das Frontend zeigt jede Baumaßnahme als Marker im Stadtplan mit Detailinformationen zu Art der Einschränkung, Umleitungen und Zeitraum. Es ist im Corporate Design der Stadt Heidelberg gestaltet, für die mobile Nutzung ausgelegt und für Screenreader zugänglich. Aus derselben Datenbasis wird der Baustellenfeed zusätzlich in einem europaweit standardisierten Verkehrsdatenformat als Open Data veröffentlicht.
Die Baustellenkarte ist seit August 2026 online. Baustellen sind jetzt am Tag ihrer Freigabe sichtbar statt nach dem nächsten Redaktionszyklus — wer mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, kann Sperrungen und Einschränkungen vor Fahrtantritt einsehen und die Route anpassen. Für die Verwaltung entfällt die händische Pflege der Baustellenliste vollständig. Die Daten werden einmal an einer Stelle erfasst und bedienen von dort aus alle Kanäle: die Karte, die Website und die offene Bereitstellung für Dritte. Über das offene Verkehrsdatenformat fließen die Heidelberger Baustellen in überregionale Mobilitätsdienste ein und erreichen Nutzerinnen und Nutzer auch außerhalb der städtischen Angebote. Die Anwendung wird gemeinsam mit der Stadt kontinuierlich weiterentwickelt; Rückmeldungen aus der Nutzung fließen direkt in die Weiterentwicklung ein.