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Projektschaufenster

In Kürze
Ein öffentliches Datenportal, das Datenbestände der Stadt Heidelberg auffindbar, verständlich und frei nutzbar macht — automatisiert versorgt aus der Urbanen Datenplattform und vernetzt mit den Datenportalen des Landes und des Bundes.
Details
In einer Stadtverwaltung entstehen täglich Daten: Messwerte aus Sensorik, Statistiken der Fachämter, Wahlergebnisse, Geodaten. Nutzbar waren diese Bestände bislang vor allem intern. Wer von außen mit städtischen Daten arbeiten wollte, musste wissen, welche Daten es überhaupt gibt und diese individuell anfragen. Jede Anfrage bedeutete Aufwand im Fachamt, jede Antwort war eine Momentaufnahme ohne Aktualisierung. Gleichzeitig wächst der Anspruch an offene Verwaltungsdaten: aus den Digitalen Leitlinien der Stadt, aus gesetzlichen Vorgaben auf Landes- und Bundesebene und aus dem Wunsch, dass städtische Daten außerhalb der Verwaltung Wirkung entfalten. Dafür braucht es keine Einzelfallbearbeitung, sondern eine dauerhafte, standardisierte Bereitstellung.
Ziel war ein zentraler Ort für offene Daten der Stadt Heidelberg mit drei Anforderungen: - Auffindbarkeit: Datensätze sollen durchsuchbar, kategorisiert und mit aussagekräftigen Beschreibungen versehen sein, damit Nutzende einschätzen können, ob ein Datensatz für ihre Frage taugt. - Direkte Nutzbarkeit: Daten sollen nicht nur zum Download bereitstehen, sondern auch maschinell abrufbar sein — damit Anwendungen und Auswertungen dauerhaft auf sie zugreifen können statt auf eine einmal heruntergeladene Datei. - Anschlussfähigkeit: Die Datensätze sollen nicht nur lokal sichtbar sein, sondern auch in den Datenportalen des Landes Baden-Württemberg und des Bundes gefunden werden. Zusätzlich sollte die Pflege des Portals ohne dauerhaften manuellen Aufwand auskommen: Daten, die ohnehin in der Urbanen Datenplattform verarbeitet werden, sollen von dort automatisiert ins Portal fließen.
Das Open Data Portal wurde als Bestandteil der Urbanen Datenplattform aufgebaut und nutzt die etablierte Open-Source-Katalogsoftware CKAN — eine im kommunalen und europäischen Open-Data-Umfeld verbreitete Lösung, die gängige Metadatenstandards und Schnittstellen mitbringt. Statische Bestände wie Statistiken, Wahlergebnisse oder Geodaten stellen die Fachämter selbst ein. Kontinuierlich fortgeschriebene Bestände — Parkhausbelegung, Wetterstationen, Pegelstände, Fahrradzählstellen — werden aus den automatisierten Pipelines der Urbanen Datenplattform versorgt und bleiben damit ohne redaktionellen Eingriff aktuell. Die Bereitstellung erfolgt in offenen Formaten wie CSV, JSON oder GeoJSON, ergänzt um eine Schnittstelle für den programmatischen Abruf. Über den Metadatenaustausch werden die Datensätze zusätzlich an das Landesportal daten-bw.de und an GovData weitergereicht.
Das Open Data Portal deckt heute Datensätze mehrerer städtischer Herausgeber über ein breites Themenspektrum ab. Von Mobilität und Umwelt über Statistik und Wahlen bis zu Geodaten. Für die Öffentlichkeit sind städtische Daten damit an einer Stelle auffindbar und ohne Anfrage nutzbar, für die Fachämter entfällt die Einzelfallbearbeitung wiederkehrender Datenanfragen. Anwendungen wie die Baustellenkarte oder die Parkhausübersicht greifen auf dieselbe Datenbasis zu, die auch offen bereitsteht. Die Veröffentlichung ist damit kein zusätzlicher Arbeitsschritt, sondern ein Ergebnis der ohnehin bestehenden Datenverarbeitung. Über die Weitergabe an Landes- und Bundesportale sind die Heidelberger Bestände zugleich dort auffindbar, wo bundesweit nach Daten gesucht wird.